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Jugendliche bringen Bewegung ins Seniorenheim

„Nur wer sich bewegt, kann auch etwas bewegen“ – unter diesem Motto steht ein Projekt für arbeitslose Jugendliche und junge Erwachsene. Fit sein, Ausdauer verbessern, den Körper trainieren – all diese Erfolgerlebnisse bauen das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein der 16 Teilnehmer auf und motivieren sie, nun auch auf dem Arbeitsmarkt durchzustarten. Deshalb steht auch nicht nur der Sport alleine im Mittelpunkt des Projektes, das von der Perspektive e.V. im Auftrag der Lippe pro Arbeit durchgeführt wird. Gleichzeitig lernen die Jugendlichen verschiedene handwerkliche Tätigkeiten und Berufe kennen und probieren ihre eigenen Talente in diesen Arbeitsfeldern aus.

„Nicht nur für die Jugend ist Bewegung und Fitness wichtig“, sagt Christiane Rubart, stellvertretende Vorsitzende von Perspektive e.V. „Deshalb haben wir das Seniorenheim Hoheneichen des Kreises Lippe angesprochen mit dem Ziel, zusammen mit den Jugendlichen etwas für die älteren Menschen zu tun.“


Herausgekommen sind ein vier Meter langes Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel, ein Tisch-Kletterbaum aus Holz und ein Tast-Domino. Beim Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel können bis zu acht Senioren miteinander spielen, gemeinsam Spaß haben und aktiv bleiben. Der Kletterbaum ist auch für bettlägerige Bewohner spielbar, sie trainieren damit die Beweglichkeit ihrer Arm- und Schultermuskulatur.


„Das Thema Bewegung hat einen hohen Stellenwert für uns, um die Beweglichkeit unserer Bewohner zu erhalten und Stürzen vorzubeugen. Das Spiel wird uns dabei sehr helfen“, ist Brigitte Strätner, Leitung der Sozialen Dienste in dem Kreisseniorenheim, begeistert.


„Für die Jugendlichen ist es toll nicht nur handwerkliche Tätigkeiten kennenzulernen, sondern dieses neue Wissen auch gleich in einem spannenden und sinnvollen Projekt umzusetzen“, erläutert Thomas Jeckel, Geschäftsführer der Lippe pro Arbeit. Unter fachlicher Anleitung ihres Ausbilders Heinrich Fröse haben die Jugendlichen alle erforderlichen Planungsschritte von der Konzipierung des Spieles, bis über die anschließende Herstellung aus Holz übernommen. Dabei wurden alle Teile in liebevoller Handarbeit von den Teilnehmern aus Holz hergestellt und angefertigt. „Am Ende sehen sie die Freude der älteren Menschen über das Spiel und können voller Stolz sagen: Das habe ich selbst geschaffen“, so Jeckel. „Das motiviert und bringt sie ihrem eigentlichen Ziel – einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu finden – näher.“


Nachdem die Jugendlichen das Seniorenheim und seine Bewohner persönlich kennengelernt haben, war schnell klar: Wenn das Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel „aus der Produktion kommt“, gibt es eine gemeinsam Spielrunde mit dem Titel: Alt gegen Jung!

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