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Bühnenerfahrung hilft beim Einstieg ins Berufsleben

Das Stück „Wir sind noch einmal davongekommen“ - eine absurde Komödie mit filmischen Elementen frei nach Thornton Wilder – feierte Mitte März im Detmolder Sommertheater Premiere. Die Aufführung war Höhepunkt des Projekts „Kreativ in den Beruf“, in dem das Jobcenter Lippe gemeinsam mit der Trägergemeinschaft Projektfabrik Witten gGmbH und Netzwerk Lippe gGmbH jungen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren die Chance gibt, sich auf der Theaterbühne oder hinter den Kulissen zu erproben.

Die Teilnehmenden erhalten im Rahmen des Projekts die Gelegenheit, ihre Perspektiven auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt auf künstlerisch-spielerische Art und Weise zu verbessern. Die Nachwuchsakteure spüren in dem Theaterstück der amerikanischen Bilderbuchfamilie Antrobus nach, die mutig und ideenreich mehrere tausend Jahre Eiszeit, Sintflut und Krieg überlebt. Unter der Regie der Theaterpädagogin Christel Brüning haben zehn junge Erwachsene, die eine Ausbildung suchen und vom Jobcenter Lippe betreut werden, das Schauspiel selbstständig zur Bühnenreife gebracht.

 

Die Premierengäste im Detmolder Sommertheater zeigten sich beeindruckt von der Leistung der Nachwuchsakteure, die allesamt nie zuvor auf einer Bühne gestanden hatten. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beweisen auf unterschiedlichen Ebenen Mut“, so Regisseurin Brüning: „Zum einen in der Auseinandersetzung mit der Vorlage und sich selbst, zum anderen in der Entscheidung, sich auf die Bühne zu trauen und sich Klarheit über ihre berufliche Zukunft zu verschaffen“.

 

Landrat Dr. Axel Lehmann lobt das Konzept: „Die Schlüsselkompetenzen, die hier erworben werden, helfen den Mitwirkenden ganz konkret dabei, ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Deshalb freut es mich, dass es dem Jobcenter und dem Netzwerk Lippe auch in diesem Jahr gelungen ist, das Projekt auf so unterhaltsame Weise umzusetzen“.

 

„Wer den Mut aufbringt, sich vor ein großes Publikum auf die Bühne zu stellen, der wird später auch im Vorstellungsgespräch überzeugen“, ist auch Jobcenter-Vorstand Henning Matthes von dem Projekt überzeugt.

 

„Kreativ in den Beruf“ stellt die Persönlichkeit der Teilnehmenden in den Mittelpunkt. Das Projekt dauert insgesamt zehn Monate und bietet in einem geschützten Rahmen, die Möglichkeit, sich im künstlerischen Prozess zu erfahren und zu erproben. Die Theater- und Filmarbeit spricht dabei die individuellen kreativen Potenziale der jungen Menschen, ihre sozialen Fähigkeiten und praktischen Fertigkeiten an. Interdisziplinär fördert das Team aus theater-, film- und pädagogischen Fachkräften die Teilnehmenden darin, ihren persönlichen Lebensweg langfristig eigenständig zu gestalten.

 

Im April startet die zweite Phase des Projekts. In mehrwöchigen Betriebspraktika bekommen die Teilnehmenden dann die Möglichkeit, die persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Theater- und Filmphase in der realen Arbeitswelt umzusetzen.

 

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