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Unsere Servicebüros auf einen Blick...

Flüchtlinge und SGB II im Jobcenter Lippe

Menschen, die politisch verfolgt sind oder vor Bürgerkrieg fliehen müssen, haben in Deutschland das Recht auf Asyl oder auf Anerkennung als Bürgerkriegsflüchtlinge. Steigende Asylantragszahlen stellen Bund, Länder und Gemeinden vor große Herausforderungen. Auch im Kreis Lippe ist ein hoher Zuzug von Asylbewerbern und Flüchtlingen zu verzeichnen. Diese Entwicklung stellt den Kreis beim Prozess der Integration in Gesellschaft und den Arbeitsmarkt vor eine große gesellschaftliche Aufgabe. Kreis, Städte und Gemeinden wollen diese Herausforderung in enger Abstimmung und Zusammenarbeit meistern.

Hoher Flüchtlingszuzug stellt Jobcenter vor eine neue integrative Aufgabe
Mit der Anerkennung als Asylberechtige können Flüchtlinge eine Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufnehmen. Soweit dies zunächst nicht möglich ist, haben sie in der Regel einen Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Die Gewährung dieser Leistungen erfolgt durch das Jobcenter Lippe. Sie erhalten alle nach dem SGB II vorgesehen Leistungen, insbesondere auch das Arbeitslosengeld II, Kosten für Unterkunft und Heizung sowie Beratung-, Vermittlung- und Eingliederungsleistungen. Vor allem kann die Zuweisung in die Integrationssprachkurse des BMAF, Feststellungsmaßnahmen der beruflichen Eignung sowie weitere für Flüchtlinge speziell eingerichtete oder geeignete Maßnahmen erfolgen.

Die Agentur für Arbeit wird für Flüchtlinge mit Bleiberechtsperspektive tätig, über deren Antrag noch nicht entscheiden ist. Das Jobcenter arbeitet eng mit der Agentur für Arbeit zusammen.

"Ankommen in Lippe"

Das Jobcenter Lippe ist Gründungsmitglied der Initiative "Ankommen in Lippe" zusammen mit der Agentur für Arbeit, Vertretern der Wirtschaft, Wohlfahrtsverbänden, Hochschule, Sportbund und Kirche. Die Partner der Initiative wollen gemeinsam daran arbeiten, dass die aktuelle Zuwanderung nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance - gerade für einen ländlichen Raum wie dem Kreis Lippe - gesehen wird.

 

Kurzinfo zum Asylverfahren

Nach Ankunft eines Flüchtlings in Deutschland erfolgen so bald wie möglich die Registrierung bei der lokalen Ausländerbehörde und die Verteilung auf eine Erstaufnahmeeinrichtung. Zuständig dafür sind die Bundesländer, künftig auch der Bund. Leistungen erhalten Flüchtlinge nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Während des Aufenthalts in einer Erstaufnahmeeinrichtung ist der Arbeitsmarktzugang grundsätzlich nicht gestattet (zustimmungsfrei sind Berufsausbildungen und Beschäftigungen, welche die Voraussetzungen für eine Blaue Karte EU erfüllen). Der Arbeitsmarktzugang ist erst nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland und mit Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit (BA) möglich.


Im Anschluss wird der Antrag auf Asyl beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt. Zuständig ist das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Antrag) und Bundesländer/Kommunen (Leistungen, Titel). Kompakte Informationen zum Asylantragsprozess sowie Definitionen der einzelnen Begrifflichkeiten (Asylsuchender, Asylbewerber, Geduldeter und Asylberechtigter) sind auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unter folgendem Link zusammengefasst: „Neustart in Deutschland“  


Das Jobcenter Lippe ist gut aufgestellt, um diese Herausforderung zu stemmen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie mehr Informationen für Arbeitgeber, über Integrations- und Sprachkurse sowie eine Sammlung interessanter Links in freundlicher Kooperation mit dem Jobcenter des Ennepe-Ruhr-Kreises.